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Der Gartenkraftwerk-Blog

Hier finden Sie verschiedenste Artikel rund um nachhaltige Energie.


Gmunden: Das Gartenkraftwerk macht Schule

1. Juli 2024

Im Gymnasium Gmunden Ort wurde mit der Klasse 3a und Prof. Wolfgang Kurz ein Ganztages-Workshop gemacht. DI Friedrich Feichtinger, vom Verein OTELO Gmunden, ist der Initiator dieses Projektes. Karl Zeilhofer und Friedrich Feichtinger stellten am Vormitag im Klassenzimmer die Themen Energie, Kraftwerke, Photovoltaik und Energiewende vor. Danach ging es nach draußen, wo dann ein Gartenkraftwerk mit 1070 Wp und 800 W Wechselrichterleistung errichtet wurde. Die Stadtgemeinde übernimmt die Materialkosten. Vielen Dank an alle beteiligten!

Kennlinie eines PV-Strings und der MPP

12. April 2024

Der Eingangskanal eines Wechselrichters wird auch oft MPPT oder MPP-Tracker genannt. MPP steht für Maximum Power Point. Also jener Arbeitspunkt (Strom/Spannung), wo dem PV-Modul am meisten Strom abgeknöpft werden kann. Der Tracker (deutsch Nachführer) führt den Arbeitspunkt immer so nach, dass er immer die optimale Leistung aus dem String holen kann.

Sind alle PV-Module gleichermaßen im Licht, ergibt sich eine großflächige, runde Kennlinie mit schönen Tangenten beim Kurzschlussstrom und bei der Leerlaufspannung. Sind Modulde defekt oder teilbeschattet, gibt es vorzeitige Einbrüche in der Spannung, und es kann nicht mehr die maximale Leistung geerntet werden.

Folgende Bilder wurden freundlicherweise von Andre Quehl zur Verfügung gestellt.

https://www.energieservice-quehl.de/kontakt/

Update: Energiefluss in Österreich 2021

12. April 2024 Einer der ersten Artikel war der_oesterreichische_energiefluss_2018. Hier nun die aktualisierte Grafik:

Im wesentlichen ist folgendes zu bemerken:

  • Inländische Energie ist von 27% auf 32% gestiegen
  • Anfang 2021 waren die Lager voll
  • PV hat sich von 5 auf 10 PJ vergrößert
  • Wind hat sich von 22 auf 24 PJ vergrößert
  • 44 PJ weniger Öl verbraucht
  • 12 PJ mehr Gas verbraucht
  • Umgebungswärme um 8 PJ gestiegen
  • Endenergieverbrauch ist um 12 PJ gesunken

Speicher statt Netzausbau - Tag & Nacht 4 kW

12. April 2024

Unsere Vision ist es, Einfamilienhäuser mit Photovoltaikanlagen von 20 kWp auszustatten, selbst wenn ihr Netzanschluss nur eine Einspeiseleistung von 4 kW zulässt. Dies wird durch den Einsatz eines richtig dimensionierten Speichers ermöglicht. An den sonnenreichsten Tagen erzeugt eine 20 kWp-Anlage etwa 120 kWh. Über 10 Stunden Sonnenschein können bereits 40 kWh direkt ins Netz eingespeist werden. Weitere 20 kWh werden im Haushalt direkt verbraucht und die übrigen 60 kWh werden im Speicher gesichert. Davon werden nachts 10 kWh benötigt und die restlichen 50 kWh werden kontinuierlich mit einer Leistung von 4 kW ins Netz eingespeist.

Zur Realisierung ist ein intelligentes Energiemanagement erforderlich. Der Speicher wird nachts nur dann entladen, wenn für den folgenden Tag ausreichend Sonnenenergie erwartet wird. Sollte ein Regentag bevorstehen, bleibt die gespeicherte Energie für den Eigenverbrauch im Speicher.

Große PV-Anlagen sind wirtschaftlicher als kleinere. Die Fixkosten für die Verlegung von Kabeln, Überspannungsboxen, den Umbau von Verteilern und die elektrische Abnahme sind für Anlagen mit 5 kWp und 20 kWp gleich hoch. Ein großer Wechselrichter kostet zudem kaum mehr als ein kleinerer. Die zusätzlichen Kosten fallen hauptsächlich für weitere PV-Module und die Unterkonstruktion an.

Die Stromgestehungskosten einer Kilowattstunde bei eienr zusätzlichen Modulleistung von 1 kWp beträgt etwa 1,6ct/kWh 1).

Erneuerbare Energiegemeinschaften (EEG)

4. Okt. 2023

Erneuerbare Energiegemeinschaften haben das Ziel, dass lokal erzeugte Energie auch wieder lokal verkauft werden kann. Als Anreiz dafür spart man sich je nach Typ 0 bis 70% der Netzentgelte für jede Kilowattstunde (kWh), die aus der EEG bezogen wird.

Zusätzlich können sich die Mitglieder innerhalb einer EEG (Verein, Gesellschaft, Genossenschaft) natürlich auch den Energiepreis vereinbaren, und somit für Preisstabilität sorgen.

PV-Projekte werden somit besser kalkulierbar und der Strombezugstarif entsprechend auch.

Weiters kommt noch hinzu, dass Verbraucher motivierter sind, Energie genau dann zu verbrauchen, wann sie produziert wird, weil der Energiefluss im 15-Minuten-Takt abgerechnet wird.

Wie im obigen Bild dargestellt, kann man sich das so vorstellen, als ob ein virtueller Zähler Richtung EEG installiert wird. Dieser hat gegenüber dem öffentlichen Energielieferanten immer Vorrang. Ist also Überschüssige Leistung in der EEG vorhanden, „fließt“ die Energie über den EEG-Zähler und nicht über den Zähler zum öffentlichen Netz - physikalisch ändert sich nichts, es handelt sich nur um entsprechende Abrechnungsvorgänge.

Die Abrechnung einer EEG ist naturgemäß komplex und aufwändig. Dafür gibt es aber diverse Abrechnungsanbieter, die jedoch bis zu 4.8 ct/kWh plus Grundgebühr für die Dienstleistung verlangen. Alternativ gibt es ein Open-Source-Projekt Namens EEG-Faktura vom Verein zur Förderung von EEGs (VFEEG).

Hier geht es zum Release-Vortrag zu EEG-Faktur Version 1 von Harald Geissler.

Zur Gründung einer EEG braucht es einen eingetragenen Verein, die Meldung an den Netzbetreiber und die Registrierung bei der EDA.

Wie gefährlich sind Lithium-Akkus?

Andreas Schmitz alias Akku Doktor, ein bekannter Youtuber aus Deutschland, hat sich diesem Thema gewidmet. Die Präsentation ist kurz und für jedermann gut verständlich. Hier geht's zum Video auf Youtube.

Wie man sieht, sind NMC-Zellen, wie sie in E-Autos, Notebooks und Handys verbaut sind sehr gefährlich, ich nenne sie auch gerne „Feuerwerkszellen“. Die LFP-Zellen (Lithium-Eisen-Phosphat) hingegen sind viel gutmütiger. Ein wesentlicher Unterschied ist, dass die NMC-Zellen beim Brand ihren eigenen Sauerstoff freigeben, daher auch die hohen Temperaturen.

Für stationäre Anwendungen sollten nur LFP-Zellen eingesetzt werden. Manche Hersteller bieten immer noch PV-Speicherbatterien mit NMC-Zellen an.

Nicht zu unterschätzen sind auch die kleinen Knopfzellen, wenn sie gehäuft gelagert werden. Auch leere Knopfzellen bieten eine große Brandgefahr, weil hier Lithium-Metall verbaut ist, und es zu einem Metallbrand kommen kann.

Neu im Sortiment: EcoFlow Stromkoffer

20. Jänner 2023

Wir haben nun die Produkte von EcoFlow im Sortiment. Das sind mobile Stromversorgungen mit integriertem Akku, Ladegerät und Wechselrichter. Die Vielfalt ist groß und reicht von 300 Wh bis hin zu fast 4 kWh pro Gerät. Sie können direkt von einem PV-Modul geladen werden, und realisieren in dieser Kombination eine vollständige Inselstromlösung.

„Hol doch mal einen Kübel Strom!“ war früher ein Scherz auf der Baustelle. Die Stromkoffer von EcoFlow machen dies nun möglich.

Bei Vorauskasse können wir hier 3% Rabatt anbieten.

Erfolgreiches Jahr 2022

31. Dezember 2022

Die Gartenkraftwerk OG startete Anfang 2022 als Familienbetrieb mit Kerstin und Karl Zeilhofer, kurz vor dem Krieg in der Ukraine. Dass ganz Europa in genau diesem Jahr in eine große Energiekrise läuft, war zu dem Zeitpunkt noch nicht abzusehen.

Wir durften viele Menschen beim Weg zur erneuerbaren Energie mit Rat und Tat unterstützen. Sehr viele Leute besorgten sich ein kleines Gartenkraftwerk und viele davon kommen nun wieder zu uns, und möchten eine größere PV-Anlage. Unser Schwerpunkt liegt jedenfalls in den PV-Anlagen für Einfamilienhäsern mit Stromspeicher und Ersatzstromversorgung aus PV und Batterie mit den Hybridwechselrichtern von ZCS Azzurro.

Zum Jahresbeginn konnten wir 600 Module österreichische von Energetica ergattern - zu einem Zeitpunkt, wo noch nicht klar war, ob Energetica wegen zahlungsschwierigkeiten weiterhin existieren wird.

Im Mai haben wir unsere Lagerfläche mit Seecontainer wesentlich ausgebaut.

Im Juni haben wir einen Container von LONGi Solar mit 375W Modulen erhalten.

Im Sommer hatten wir einen HTL-Praktikanten angestellt der sich unter anderem einen Energiemanager entwickelte. Im September wurde ein weiterer Container nun mit 535W-Modulen von JA Solar eingekauft. Im November haben wir zur Unterstützung bei den vielfältigen Aufgaben in unserem Kleinbetriebunsere erste Mitarbeiterin angestellt .

Seit Dezember sind einige HTL-Praktikanten bei uns engagiert. Sie arbeiten an einer umfangreichen Elektronikentwicklung, die wir 2023 noch veröffentlichen werden können.

Unsere Interessenten und Kunden müssen immer noch sehr viel Geduld mitbringen. Die ganze PV-Branche ist überfordert mit der riesigen Nachfrage. Das wird sich aus aktueller Sicht noch nicht so schnell ändern. Wir bieten dennoch weiterhin faire Angebote an, ohne aktuell oft üblichem Wucheraufschlag.

Vielen Dank an alle für den großartigen Start der Gartenkraftwerk OG

Nachkaufen von Einspeiseleistung, Netz-OÖ

16. Februar 2022

Der normale Haushalt in Österreich wird mit 3×25 A versorgt, was

3 x 230V x 25A = 17,25 kVA (kW)

entspricht.

Das heißt, man kann im Haus nicht dauerhaft mehr als 17,25 kW vom Netz beziehen, da ansonsten die Schmelzsicherungen durchbrennen würden. Der Netzbetreiber nennt solch einen Anschluss „4 kW“, weil die dahinter liegende Infrastruktur (Hochspannungsleitungen und Transformatoren) für 4 Kilowatt gleichzeitiger Belastung der einzelnen Haushalte ausgelegt ist.

Möchte man mehr beziehen können, muss man Versorgungsleistung nachkaufen beim Netzbetreiber. Der aktuelle Tarif ist beim Netz-OÖ pro „kW“ 250€ inkl. USt.

Sicherung Leistung max. Bezeichnung Aufpreis
25 A 17.25 kVA 4 kW 0 €
35 A 24.15 kVA 7 kW 750 €
40 A 27.6 kVA 12 kW 2.000 €
50 A 34.5 kVA 20 kW 4.000 €
63 A 43.47 kVA ca. 30 kW 2) ca. 6.500 €

Die gute Nachricht ist jedoch, dass man für das Einspeisen größerer Leistungen keine Netzleistung nachkaufen muss! Hier verhält sich der Netzbetreiber tatsächlich einmal großzügig gegenüber Photovoltaikbetreibern! Das heißt, dass im Bedarfsfall größere Sicherungen vom Netzbetreiber verbaut werden, und somit mehr Leistung eingespeist werden kann. Die Bezugsleistung wird dafür jedoch dann überwacht und wird die Leistung von z.B. 17.25 kVA 3 mal im Jahr für 15 Minuten überschritten, muss man Netzleistung für den Bezug nachkaufen.

Der ZCS Azzurro Hybridumrichter

21. Februar 2022

Der von uns eingesetzte Wechselrichter hebt sich mit einigen Merkmalen wesentlich von anderen Geräten ab, weswegen wir unsere Kraftwerke damit realisieren:

  • Er ist mit bis zu 20 kW der leistungsstärkste Hybrid-Umrichter am Markt
  • Er hat die vorgeschriebene 4-polige Netztrennung integriert, was eine externe Umschaltbox um 1.000 bis 2.000 EUR erspart.
  • Er unterstützt diverse Batterien ohne Vendor-Lockin
  • Seinen Inselbetrieb kann er innerhalb eines Augenblicks erstellen, sollte das Netz ausfallen
  • Er hat 2 PV-String-Eingänge, wobei jeder bis zu 15kW umsetzen kann 3)
  • Er hat ein Display am Gerät das den aktuellen Zustand schön visualisiert
  • Man kann das ganze Haus auf den Wechselrichter hängen 4)
  • Es braucht keine Unterscheidung mehr zwischen notstromfähigem Stromkreis und nicht-notstromfähigem Stromkreis
  • PV-Flächen im Bereich von 20kWp erzeugen auch bei Bewölkung/Nebel noch nennenswerte Leistung (500 bis 1000W), womit ein Nachladen der Batterie bei fast allen Wetterlagen möglich ist.
  • Das Energiemanagement ist integriert und optimiert den Eigenbedarf
  • Er kann bestehende Netzwechselrichter miteinbinden 5)
  • Bis zu 10 Geräte können parallel geschaltet werden, wodurch blackoutsicher bis zu 200kW betrieben werden können.
  • Der Batterieanschluss unterstützt 2 Batterien mit je 25A Lade-/Entladestrom, oder 1x50A. Erst dadurch ist ein Leistungsfähiger Inselbetrieb mit Nennleistung möglich. Vergleichen Sie hierzu die Details der Mitbewerber.

Grafik als PDF zum ausdrucken: Download

In der Grafik oben ist eine typische Anlage zu sehen. Man sieht, dass der ganze Haushalt auf dem Wechselrichter hängt, der sich um die Energieoptimierung kümmert und im Blackoutfall sich normgerecht vom Netz trennt und im Inselbetrieb weitermacht. Bei kleineren Anlagen kommt man schnell in die Leistungsgrenzen pro Phase. Nimmt man z.B. ein 8kW-Gerät her, kann dieses pro Phase nur 2.7kW bereitstellen, was durch übliche Geräte im Haushalt schnell überschritten wird. Bei 20kW sind pro Phase 6.7kW verfügbar, mehr als der übliche Netzanschluss mit 25A zulassen würde. Anlaufströme größerer Verbraucher wie Hauswasserpumpe oder Wärmepumpe stellen weitere Herausforderungen an den Inselbetrieb, wo Leistungsreserven zwingend erforderlich sind.

Gründung der Gartenkraftwerk OG

1. Jänner 2022

Mit dem 1. Jänner wurde nun die Gartenkraftwerk OG von Karl & Kerstin Zeilhofer gegründet. Der Firmensitz ist in Steinbach am Ziehberg. Von hier aus planen wir die Kraftwerke unserer Kunden. Mit den beiden Elektrofahrzeugen (Tesla Model Y und Model 3) möchten wir als gutes Beispiel vorangehen und fahren im Dienste unserer Kunden ausschließlich mit regionaler Energie.

Teilschatten

1.November 2021

Das Thema mit der Teilbeschattung kann gar nicht zu sehr betont werden. Intuitiv meint man, dass ein bisschen Schatten auf einem PV-Modul kaum was ausmachen kann. Da liegt man leider weit daneben.

Dave Jones in Australien zeigt das in seinem aktuellen Video, wie ein diffuser Schatten eines Kabels knapp 20% Ertragseinbußen bringt, obwohl sogar nur ein Modul von gesamt 12 Modulen betroffen ist:

https://www.youtube.com/watch?v=AbxHoQF4ADk

Die neuen Halbzellen-Module oder sogar Drittelzellen-Module versprechen laut Werbung hier Besserung. Doch ich meine, dass das ein leeres Versprechen ist. Jede Zelle in einem PV-Modul wirkt als Stromerzeuger. In einer Reihenschaltung muss nun jeder Erzeuger exakt den gleichen Strom liefern können. Ansonsten wird er zum Verbraucher in der Reihenschaltung und wird heiß.

Bild aus einem Datenblatt eines Halbzellenmoduls mit irreführender Darstellung.

Denn liefern die restlichen Module in einem String z.B. 10A, und eine Seite eines Halbzellen-Moduls ist beschattet, dann kann die zweite Seite nun trotzdem nicht die 10A aufbringen, sondern nur 5A. Es müssen die Beipassdioden aktiv werden, und das Modul fällt erst recht wieder zur Gänze aus.

Bei der Aufstellung von PV-Modulen bitte penibel auf Beschattung achten, und sei es nur ein Kabel, das etwas Schatten macht.

Halbzellen-Module könnten aber im Zusammenspiel mit Moduloptimierern oder Modulwechselrichtern tatsächlich eine Verbesserung bringen. Denn im obigen Beispiel könnten dann zumindest die 5A geerntet werden.

Anlagengröße? 30 kWp für durchschnittlich 1200 Watt?

6. April 2021

Ich möchte hier eine Anlage diskutieren, die groß genug ist, um auch im Winter den eigenen Strombedarf ziemlich decken zu können.

In folgendem Diagramm ist eine winteroptimierte Anlage mit 1kWp Nennleistung zu sehen.

Es wird deutlich, dass der Ertrag pro Monat gegenüber dem Jahresdurchschnitt im Winter um 55% fällt (ca. 46 kWh/Monat), im Sommer aber nur um 25% ansteigt (ca. 23 kWh/Monat). Die Unterschiede sind also nicht symmetrisch.

Wenn ich im Jahresdurchschnitt z.B. 28 kWh pro Tag brauche, sind das ca. 850 kWh im Monat bzw. 10 MWh im Jahr. Ein Typischer Elektriker würde nun evt. eine Anlage mit 10 kW vorschlagen, weil diese einen Jahresertrag von ca. 10 MWh hat. Berücksichtigt man jedoch den Winter, braucht man 10 kW / (1 - 55%), also gut 22 kW. Weil man aber keinen Monatsspeicher verbauen wird, und die Systeme auch noch etwas Verlustleistung haben, würde ich 30 kWp PV-Leistung empfehlen und einen Speicher mit mindestens 60 kWh nutzbar.

Bei einer ertragsoptimierten Anlage muss die Überdimensionierung noch größer ausfallen, ganz ungeachtet, dass bei einer Neigung von 35° vielleicht auch schon der Schnee liegen bleibt:

Vortrag: Energiewende auf dem Bierdeckel

6. März 2021

Heute durfte ich im Rahmen der „Lockdown Lectures“ des Otelo Gmundens einen Vortrag mit dem Titel „Energiewende auf dem Bierdeckel“ präsentieren, der nach der Vorlage von Daniel Bannasch, Metropol Solar e.V. für Österreich angepasst wurde. Das Original findet man auf Youtube.

Dabei geht es um einen groben Überblick, wo wir im Bereich Energieproduktion und Verbrauch stehen, und wo die Reise hingehen wird und muss.

Hier die Unterlagen noch als Zip-Datei

Weitere Termine der Lockdown Lectures sind auf der Otelo Website zu finden.

Jahresertrag und Aufstellwinkel

8. Feb. 2021

In der Grafik von Klein-PV.de kann man ablesen, wie sehr der Jahresertrag vom Aufstellwinkel abhängig ist.

Dabei sieht man von links nach rechts den Winkel um die Hochachse: Links optimal nach Süden, rechts suboptimal nach Norden ausgerichtet. Von oben nach unten ist der Winkel zur Horizontalen aufgetragen: 0° für liegend, und 90° für Wandmontage. Circa 35° nach Süden ergibt das Optimum mit 100%. Horizontal aufgelegte Module haben immerhin 87% ertrag, wobei hier die Selbstreinigung durch Regen fehlt, und selbst Hand angelegt werden muss. Wandmodule auf der Nordseite bringen immerhin noch 18%, und ein typisches Dach mit 30° Neigung bringt auch im Norden noch 61%! Vertikale Module auf der Ost-, West- und Südseite haben einen nennenswerten Ertrag und liefern den ganzen Tag über kontinuierlich Strom, sind kostengünstig zu montieren und werden vom Schnee nicht bedeckt.

Kurz gesagt: es gibt keine schlechte Ausrichtung. Wo leicht Platz ist, soll auch ein PV-Modul montiert werden.

Sortimentsliste online

30.10.2020

Wir haben nun unser Sortiment überblicksmäßig inkl. Einzelpreise aufgelistet. Es soll dem interessierten Besucher als Orientierung dienen, was wieviel kostet, und was es so braucht für eine funktionierende Anlage. Das meiste haben wir stets auf Lager.

Stundenweiser Strompreis - aWATTar

28.9.2020

aWATTar ist ein österreichischer Stromlieferant, der ausschließlich Ökostrom anbietet. Hier sind die stündlichen Energiepreise zu sehen. D.h. man kann schon um 14:00 Uhr die stündlichen Preis vom nächsten Tag sehen, und dem entsprechend seinen eigenen Stromverbrauch kostenmäßig optimieren. Es gibt Tage, da geht der Preis ins Negative!

So sieht dann z.B. der Graph auf einer Monatsabrechnung aus:

Und hier gibts beispielhaft eine ganze Abrechnung zu sehen: 2020-09-28_004.png 2020-09-28_005.png

Unser durchschnittlicher Energiepreis lag im Juli bei 3,8ct/kWh inkl. USt. Zum Vergleich: der Verbund verrechnet aktuell 6,99ct/kWh 6).

Sollte sich jemand für aWATTar entscheiden, kann er unseren Empfehlungscode verwenden:

3G9HP2RFE

Details zur Weiterempfehlung. Als Dankeschön gibt's eine Einladung auf einen Kaffee bei einem Energie-Plausch :)

Digitales Geländemodell in Oberösterreich

11. September 2020

Wenn unsere Landesregierung was richtig macht, dann ist das die Kartographie, die völlig frei zugänglich ist!

Unter https://www.land-oberoesterreich.gv.at Service/Open Data/Digitales Geländemodell kann man 3D-Daten herunterladen, mit einer Auflösung von 50cm!

Mehr dazu hier

30 PV-Module sind eingetroffen

26. Juni 2020

Heute wurden die ersten 30 Module für die Gartenkraftwerke angeliefert. Wie schon geschrieben, sind es die FuturaSun FU300M mit 300W Spitzenleistung und 60 Zellen.

Leistung eines Wasserkraftwerkes

16. Juni 2020 Hier ein kurzer Vergleich des Gartenkraftwerks mit einem gedachten Wasserkraftwerk:

Zweigt man von einem Bach 10 Liter/s ab, und man hat dieses Wasser einen Meter hoch aufgestaut, dann kann man damit den gleichen Ertrag wie mit dem Gartenkraftwerk erzeugen.

Vergütung für's Einspeisen?

16. Juni 2020

Die Netz OÖ GmbH sieht dies für Kleinsterzeugungsanlagen wie das Gartenkraftwerk leider noch nicht vor. Das widerspricht sich unserer Meinung nach mit der EU Richtlinie. Daher dieses Schreiben an die Netz OÖ:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe heute erfahren, dass die Vergütung von eingespeistem Strom nur dann möglich ist, wenn die PV-Anlage im Zählerkasten angeschlossen wird, und der Zählpunkt dann von einem konzessionierten Elektriker beantragt wird.

Im Sinne einer möglichst nachhaltigen Stromproduktion für unsere Gesellschaft wollte ich nachfragen, ob das denn wirklich so sein muss.

Ich möchte mich auf einen Absatz aus der Aktuellen EU Richtlinie zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen, umzusetzen bis 30.Juni 2021, beziehen:

„Artikel 21: … (2) Die Mitgliedstaaten sorgen dafür, dass Eigenversorger im Bereich erneuerbare Elektrizität individuell … berechtigt sind, a) … die Überschussproduktion von erneuerbarer Elektrizität … auch mittels … Liefervereinbarungen mit Elektrizitätsversorgern … zu verkaufen, ohne dass i) … die von ihnen in das Netz eingespeiste Elektrizität diskriminierenden oder unverhältnismäßigen Verfahren, Umlagen und Abgaben sowie Netzentgelten unterworfen ist, die nicht kostenorientiert sind. …“

Die Maßnahme, eine Mikro-PV-Anlage in den Zählerkasten einzubinden ist durch eine technische Notwendigkeit nicht zu erklären. Insofern halte ich Ihre Forderung (mit entsprechenden unnötigen Kosten für Material und Elektrikerarbeiten) für ein unverhältnismäßiges Verfahren, was der obigen Richtlinie widerspricht.

Ich würde eine einmalige Gebühr für die Einrichtung des 2-Richtung-Zählers (nach meinem Verständnis eine reine Softwaresache, wenn der AMIS-Zähler schon vorhanden ist) von ca. 20€ als angemessen erachten.

Bei einem Gartenkraftwerk mit 600Wp, wie wir es zur Aufklärung und Motivation unter das Volk bringen, wäre mit einer Vergütung von 5 bis 20€ pro Jahr zu rechnen. Bei 20 Jahren Betrieb wären das immerhin bis zu 60% der Anschaffungskosten (625€).

Ich bitte Sie um eine Stellungnahme im Sinne unserer gemeinsamen Zukunft.

Freundliche Grüße, Karl Zeilhofer

Hier die Anwort vom 17. Juni 2020:

Wir halten uns bei unserem Vorgehen an die TOR Erzeuger (siehe E-Control).

In der TOR Erzeuger ist der Anschluss für die Kleinsterzeugeranlagen geregelt. Bis 0,8 kW können diese angeschlossen werden ohne einer üblichen Parallelbetriebsanlage > 0,8 kW zu entsprechen. Diese Anlagenkategorie ist von vielen Punkten der TOR ausgenommen. U.a. die Blindleistungsregelung, die dynamische Netzstützung und die Wirkleistungsabregelung.

Im Umkehrschluss kann aber kein Anspruch auf die anderen Vorteile von Parallelbetriebsanlagen erhoben werden. U.a. der Zählpunkt und damit eine Abrechnung als Einspeiser. Der Kunde hat aber die Möglichkeit, einer üblichen Parallelbetriebsanlage zu entsprechen wenn dieser einen konzessionierten Elektriker beauftragt der das erforderliche Anschlussprozedere abwickelt, einen ordnungsgemäßen Anschluss vornimmt und die Meldung dahingehend durchführt. Dann kann die Anlage einen Zählpunkt erhalten und eine Abrechnung durchgeführt werden. Damit verbunden ist auch die Zuordnung zu einer Bilanzgruppe erforderlich um die Erzeugungs-Mengen für alle Marktpartner entsprechend transparent zu machen. Allerdings sind bei diesen Anlagen die zurückgelieferten Mengen sehr gering und daher hat sich E-Control bei der Reglung zum Thema Kleinsterzeuger auch wie oben dargestellt entschieden.

Die Übeltäter sind also bei der E-Control zu suchen.

Bestellung der ersten Charge PV-Module

16. Juni 2020

Nach genau einem Monat seit der ersten Anzeigenschaltung auf Willhaben für das Gartenkraftwerk konnten nun genügend Leute motiviert werden, in ein eigenes Gartenkraftwerk zu investieren.
Somit haben wir nun die Zuversicht diese Charge unters Volk bringen zu können und konnten dadurch die erste Charge an PV-Modulen von FuturaSun bestellen!

Wir verwenden das FU300M mit 60 Zellen, 300W Spitzenleistung, monokristallin, 15 Jahre Prduktgarantie, 25 Jahre Leistungsgarantie und einem Modulwirkungsgrad von 18.37%.

Simulation des Energieertrags

1. Juni 2020

Sehr oft stellt sich die Frage, welchen Energieertrag kann ich denn überhaupt an meinem Standort erwarten?
Dazu gibt es glücklicherweise schon sehr gute Werkzeuge.

PVGIS

Sehr beliebt ist das PVGIS (Photovoltaik Geo-Informations-System) :

Wichtige Einstellungen:

  • Netzgeführte Anlage (Grid Connected)
  • Anlagenleistung 7)
  • Wirkungsgrad der Anlage auf 10% stellen
  • Ausrichtung der PV-Module (Dachneigung und Abweichung von der Südausrichtung)

Nach dem Klicken auf „View Results“ erhält den Jahresertrag (1), einen Grafen mit den Monatserträgen (2) und die geografisch bedingte Verschattung durch Hügel oder Berge (3):

Der Horizont ist hier etwas ungünstig in einem polaren Diagramm dargestellt.

DORIS

Eine schönere Grafik mit zusätzlich besseren Details erhält man in Oberösterreich mit der Karte "Solares Energieangebot" im DORIS. Mit dem Werkzeug „Sonnenstandsanalyse“ bekommt man eine schöne Grafik mit dem Verlauf der Sonne zur Sommer- und Wintersonnenwende inkl. Schatten durch Berge, Gebäude und Bäume:

Eine Berechnung des Ergrags aus einer PV-Anlage bekommt man hier jedoch leider nicht.

Wenn 25% der Österreicher ein Gartenkraftwerk hätten ...

27. Mai 2020

, mit 600W solarer Spitzenleistung, dann würden wir …

  • im Sommer zu den Mittagsstunden über 17% der Stromproduktion erzeugen,
  • fast 2% des elektrischen Jahresenergiebedarfs decken
  • und die PV-Leistung im Land mehr als verdoppeln!

Mit der Energie könnte man ca. 8 Milliarden Kilometer mit Elektroautos fahren! Das entspricht mit 20.000 Autos 10 mal um die Erde!

Was ist Ihr Grund keines zu haben?

Elektrisch Rasenmähen

22. Mai 2020

Passenderweise verwendet man zum Gartenkraftwerk einen Elektrorasenmäher. Anstatt die Biomasse zu verwenden, die vor Millionen von Jahren unter der Erde eingelagert wurde, von Konzernen unter sehr bedenklichen Umständen wieder an die Erdoberfläche befördert worden ist, einmal um die halbe Erde geschifft wurde, per Dieselauto 20km von der Tankstelle nach Hause befördert wurde um dann bei einem Wirkungsgrad von 20% in einem 4-Takt Benzinmotor verheizt zu werden, bietet es sich an, die Garteneigene Sonnenenergie für die Pflege des Gartens zu nutzen.

Nebenbei ist das ein wartungsfreies Leichtgewicht mit gut 6kg und springt immer sofort an.

Der österreichische Energiefluss 2018

13. Mai 2020

Dies ist eine der besten Grafiken 8), die man zum Thema Energie und Energiewende finden kann.

Sie verdeutlicht, wie sehr wir von externer fossiler Energie abhängig sind wie Drogenjunkies. Die gelobte österreichische Wasserkraft trägt gerade mal ca. 11% beim Endenergieverbrauch bei! Ca. 60% des Endenergieverbrauchs liegt in der Hand der Bürger (Verkehr und Haushalt). Hier kann jeder einzelne direkt seinen Beitrag leisten.

PV-Anlagen rentieren sich auf jeden Fall, auch ohne Förderung, und die Preise fallen noch weiter. Hier darf man sich nichts einreden lassen von Vertretern der etablierten Energieströme. Dabei muss man in langen Zeiträumen denken - ca. 15 Jahre aufwärts, also an Kinder und Enkelkinder denken.

Kraftwerke werden ja auch nicht gebaut und sind in 5 Jahren abbezahlt. 2015 war Karl Zeilhofer an einer Baustelle in Spanien am Pumpspeicherkraftwerk La Muela 2 9) ivolviert. Dort spricht man von 100 Jahren Betriebsdauer. Es wurden massive Reparaturmaßnahmen durchgeführt, um die Lebensdauer von 70 Jahre auf 100 Jahre zu erhöhen.

Vielen Dank an das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus. Der Plan für 2030 mit der #mission2030 mit 100% erneuerbarem Strom und 50% erneuerbarer Energie im Endenergieverbrauch macht Hoffnung! Da die Preise für erneuerbarer Energie ständig fallen, werden sogar schon bestehende Kohlekraftwerke mangels Rentabilität auf Windparks umgerüstet 10).

Die Steinzeit ist nicht aus Mangel an Steinen zu Ende gegangen - und das fossile Industriezeitalter wird nicht aus Mangel an Brennstoffen zu Ende gehen 11). Regenerative Energie wird siegen, weil sie bereits jetzt schon günstiger ist als Öl und Gas.

Optimale Winterausrichtung

6. Mai 2020

Wie muss eine PV-Anlage ausgerichtet werden, sodass der Ertrag zwischen Winter- und Sommermonaten möglichst gleichmäßig ist und im Winter maximal ist, ohne jedoch zu viel an Jahresertrag einzubüßen?


8875 Besucher seit Mai 2020

1)
bei 73€ für 415Wp, 60€ Unterkonstruktion, 1000kWh/kWp.Jahr, Eigenmontage, 25 Jahre Betrieb
2)
ab 63 A wird eine tatsächliche Leistungsmessung im 15-Minutentakt gemacht, und der Höchstwert im Jahr wird dann herangezogen
3)
die AC-Leistung ist aber auf 20 kW begrenzt, zusätzlich könnnen noch 10 kW in die Batterie geladen werden
4)
der typische Haushalt hat in Österreich 3x25A, was 18kW entspricht
5)
nur im Netzparallelbetrieb; im Inselbetrieb stehen diese jedoch nicht zur Verfügung
6)
laut Druchblicker.at
7)
zur Verlgeichbarkeit empfielt sich 1kW eingestellt zu lassen
blog.txt · Zuletzt geändert: 2024/07/02 13:44 von admin

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